Anica Schriever - Die Autorin über sich

Ich bin ein Kind der 80er - Jahrgang 1983, für alle, die es genau wissen wollen. Geboren und aufgewachsen bin ich in Wismar, wo ich auch heute noch lebe. Und um es gleich vorweg zu nehmen, ja, Wismar liegt an der Ostseeküste, nein, ich habe den Strand (leider) nicht vor der Haustür.

Dafür stimmt es, dass ich schon früh meine Nase in Bücher gesteckt habe. Als ich noch nicht lesen konnte, mussten mir meine Eltern meine Lieblingsbücher teilweise mehrmals hintereinander vorlesen, obwohl ich die Sätze schon mitsprechen konnte. Fehler beim Vorlesen fielen mir deshalb immer sofort auf und wurden entschlossen korrigiert. Vielleicht stammt daher meine Affinität für Rechtschreibung und Grammatik. Ab der Grundschule war ich dann Stammgast in der örtlichen Bücherei und habe mich dort durch sämtliche Regale gelesen, immer auf der Suche nach neuem Lesefutter. Und selbst heute trifft man mich eigentlich nie ohne ein Buch an.

Und das Schreiben? Ernsthaft damit angefangen, habe ich etwa 1997. Mein erstes "Buch" umfasste sensationelle 14 Seiten - eines meiner kürzesten Werke, mal abgesehen von den Kurzgeschichten, die danach folgten. Denn ich merkte schnell: wenn ich schreiben wollte, dann Romane. Und dass ich später Bücher schreiben wollte, war für mich von da an sowieso klar.

Trotzdem habe ich nach dem Abitur erst einmal Geschichte und Germanistik in Hannover studiert. Allerdings kristallisierte sich immer mehr heraus, dass ich mir eigentlich viel lieber selber Geschichten ausdenken und diese zu Papier bringen wollte. Zumal sich über die Jahre diverse Romananfänge in meiner Schublade angesammelt hatten. Es war also an der Zeit, endlich auch mal eine dieser Geschichten zu Ende zu erzählen. Daraus entstand schließlich mein Debüt "Zuckerguss", das im Dezember 2012 bei Ullstein erschien.

Ein langgehegter Traum ging damit für mich in Erfüllung ...