Annika Dick - Die Autorin über sich

Am 23. Februar 1984 wäre Erich Kästner - hätte er damals noch gelebt - 85 Jahre alt geworden. An diesem Tag wurde im beschaulichen Nordpfälzer Bergland ein Mädchen geboren, dessen Mutter sich zwischen zwei Romanfiguren als Namenspatin entscheiden musste.

Ist es da noch verwunderlich, dass Bücher mich mein ganzes Leben begleitet haben? Sicher nicht. Und so ist es doch auch ganz natürlich, dass ich anfing, meine eigenen Geschichten zu schreiben, sobald ich Buchstaben aneinanderreihen konnte, die mal mehr und mal weniger Sinn ergaben. Erst schrieb ich ganz allein für mich, meine Familie und Freunde. In meiner Jugend entdeckte ich dann Fanfiction und lernte, wie wichtig besonders auch kritische Stimmen für die Verbesserung des eigenen Schreibstils sein können. Doch irgendwann waren Geschichten über die geistigen Kinder anderer kreativer Köpfe nicht mehr genug. Dafür gab es zu viele eigene Charaktere, über die ich schreiben wollte. Das führte jedoch wieder dazu, dass ich ausschließlich für mich schrieb.

Das änderte sich im Frühjahr 2011, als ich das Glück hatte, mit meiner ersten Wettbewerbseinsendung, der Kurzgeschichte "Little Red", veröffentlicht zu werden. Von diesem kleinen Erfolg ermutigt, nahm ich an weiteren Literaturausschreibungen teil, während ich meinen ersten Roman fertigstellte.

Das Nordpfälzer Bergland ist noch immer meine Heimat. Meine Leidenschaft für das Schreiben habe ich mir auch immer bewahrt. Allerdings gab es bei meinem Traumberuf aus Kindertagen, Schriftstellerin zu werden, einige Komplikationen. Da meine Geschichten zwar für geistige Nahrung sorgen, ich sie aber nicht essen kann, machte ich nach dem Abitur eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und arbeite heute als IP-Sachbearbeiterin.