Susanne Schomann - Die Autorin über sich

Der Tag, an dem mein Opa mir den Roman „Sturmhöhe“ von Emily Bronté schenkte, veränderte mein Leben. Kaum zehn Jahre alt, verliebte ich mich glühend in „Heathcliff“, den tragischen Helden, der vor lauter unerfüllter Liebe böse und hart wurde, und noch während ich las, begann ich mir auch schon auszumalen, wie ich „meinen Heathcliff“ beschrieben hätte. Ja, so fing es an.

Von da ab las ich alles, was ich in die Finger bekam. Ich liebte Klassiker ebenso wie die modernen Romane der sechziger, siebziger und achtziger Jahre. Aber immer wieder waren es Liebesromane, die mich wirklich begeisterten. Ich war das Mädchen mit dem Buch unter dem Arm. Und ich wollte selbst schreiben. Unbedingt! Es folgten kleine Geschichten für Freundinnen, Klassenkameraden, später für Kolleginnen und Kollegen. Und immer häufiger kam die Frage nach einer Veröffentlichung auf.

Auch nach meiner Heirat und der Geburt meiner beiden Söhne (Söhne sind etwas Wunderbares!), ließ mich diese Leidenschaft nicht wieder los. Ich schrieb in jeder freien Minute. Und wenn ich nicht schrieb, las ich.

Es hat dann noch viele Jahre gedauert, bis ich mein erstes eigenes Buch in der Hand halten durfte. Im Frühling 2012 wurde mein Debüt „Bernsteinsommer“ im MIRA Taschenbuchverlag veröffentlicht. Erst die Begegnung mit meinem Agenten Ingo Stein von Interpill Media, hat es schließlich möglich gemacht.

Als mein zweiter Roman „Sophies Melodie“ sogar für den Love-Letter Award 2012 nominiert wurde, konnte ich mein Glück kaum fassen.

Jetzt darf ich meinen Traum leben – und ich bin jeden Tag wieder dankbar dafür. Es macht mich unglaublich glücklich, wenn ein neuer Charakter in meinem Kopf Formen annimmt, wenn sich eine Geschichte entwickelt und alles zusammenfindet. Ein großartiges Gefühl!

Meine Heimatstadt Hamburg wird wohl immer einen Platz in meinen Romanen bekommen. Ich liebe sie, die Stadt mit der Nase im Wind. Wenn wir mal nicht gerade wieder durch unser geliebtes Schottland reisen, lebe ich hier zusammen mit meinem einzig wahren Helden, meinem Mann, der seit über dreißig Jahren an meiner Seite ist.