Ulrike Dietmann - Die Autorin über sich

Ich wuchs auf im idyllischen Bad Mergentheim, einem Ort wie in einem Märchen. Damals las ich die Romane von Hermann Hesse.

Mit zehn oder elf schrieb ich die erste illustrierte Geschichte. Mit vierzehn einen unvollendeten Roman über ein Mädchen, das mit Tieren lebt.

Mein Großvater hatte Pferde, sie waren meine treuen Gefährten.

Ich habe immer geschrieben. Mit siebzehn fantastische, verschlüsselte Romane, dann mein erstes Theaterstück. Ich war Austauschschülerin in Wyoming, USA. Ich habe den Beruf der Bauzeichnerin gelernt. Danach verschlug es mich zehn Jahre nach Berlin.

Mit dreiundzwanzig habe ich mich in den Mann verliebt, mit dem ich heute immer noch verheiratet bin. Wir haben zwei wundervolle Kinder.

Ich denke immer über Geschichten nach und es gibt für mich auf Erden nichts Faszinierenderes als herauszufinden, wie ich noch spannender erzählen kann.

Ich habe es in vielen Varianten gesucht: im Theaterstück, im Drehbuch, im Hörspiel, im Roman. Und alle haben mich bereichert.

Mein erstes Stück »Heloise und Abelard« wurde 1987 aufgeführt. Viele Stücke, Hörspiele und Romane sind gefolgt.

Ich schreibe gern über Romantik, große Gefühle und über Pferde. Inzwischen habe ich den Traum meiner Kindheit wahr gemacht: Tinnia, meine verrückte, kleine Araberstute, zur Zeit Muse Nummer eins. Spaß ist mein Grundprinzip.

Denn wenn der Autor gefesselt ist, ist es der Leser auch. Es ist ein schönes Gefühl, Menschen mit meinen Geschichten glücklich zu machen.

Heute wohne ich in Calw, der Hermann-Hesse-Stadt. Das sollte mir Glück bringen …